Durchgängige modellbasierte Systementwicklung – Das Thema auf dem Aachener Tivoli

  Teilnehmende des 1. Systems Engineering Congress in Diskussion Urheberrecht: CSE Industrie und Wissenschaft formen den Produktentstehungsprozess der Zukunft

Das Center for Systems Engineering (CSE) auf dem RWTH Aachen Campus hat den ersten Systems Engineering Congress (SEC) ausgerichtet. Die Initiatoren Prof. Georg Jacobs (MSE), Prof. Bernhard Rumpe (SE) und Prof. Günther Schuh (WZL) luden zur Diskussion neuer Methoden für den Produktentstehungsprozess von morgen sowie deren industrienahe Umsetzung und empfingen Unternehmensvertreterinnen und -vertreter unterschiedlichster Fachbranchen auf dem Kongress.

Prof. Jacobs präsentierte in seiner Keynote zum Auftakt der Veranstaltung den neusten Stand der Forschung auf dem Gebiet des Model-Based Systems Engineering for Agile Product Development. Er erläuterte wie physikalische Effektmodelle die Verbindung von einer Funktionsstruktur zur Bauteilstruktur schaffen und so die agilen Methoden des Software Engineerings im Maschinenbau anwendbar machen.Über zwei Tage begeisterten Vorträge zum Systems Engineering und ergänzten sich durch breit gefächerte Schwerpunkte zu einem umfassenden Gesamtbild der Thematik.

Die Referentinnen und Referenten stammten aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt (Airbus), Automobilbau (BMW), Landmaschinenbau (CLAAS), Anlagenbau (AIXTRON), Software-Entwicklung (Dassault Systèmes), Digitalisierung (SMS digital) und Software-Engineering (oose). „Es ist insbesondere die Mischung aus den Vorträgen von Hochschule, Lösungsanbietern wie auch Industrievertretern, die den besonderen Reiz dieser Veranstaltung ausmacht. Es werden alle Facetten der Problemstellung beleuchtet und die daraus entstehenden Diskussionen regen dazu an, in seinem eigenen Unternehmen Themen weiter voranzutreiben und andere Facetten zu punktieren,“ beschreibt Dr. Kai Korthals, Head of Systems Lifecycle Management bei CLAAS KGaA, die Motivation seiner Teilnahme.

Die parallele Austragung des Complexity Management Congress ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beider Kongresse einen intensiven Austausch zu den verwandten Themen der Komplexitätsbeherrschung und des Systems Engineerings und bot ein großes Angebot an Ausstellern. Prof. Günther Schuh (WZL) stellte in seiner Keynote heraus, wie die Kombination von Business Analytics und MBSE aktuelle Herausforderungen entlang des Produktentwicklungsprozesses adressiert, um Nutzenpotentiale sowie Komplexitätsreduzierung zu realisieren.

Die beiden Centerleiter, Dr. Joerg Berroth und Dr. Michael Riesener, zeigten sich zufrieden mit dem ersten Kongress: „Voll besetzte Vortragsräume, hervorragende Referenten und positives Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestärken uns in unseren Bemühungen, durch das Center und unseren Kongress die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen um gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern die durchgängige modellbasierte Produktentwicklung von morgen zu definieren.“

Das CSE bedankt sich bei allen Referentinnen und Referenten sowie Dienstleistern und freut sich bereits auf den nächsten Kongress zum Thema Systems Engineering im nächsten Jahr.

04.02.2020
 
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Systems Engineering auf dem Aachener Tivoli - Der erste Systems Engineering Congress