Hochdruck-Viskosimeter

  Aufbau des Hochdruck-Viskosimeters als Schnittmodell mit den einzelnen Komponenten Urheberrecht: MSE

Das Hochdruck-Viskosimeter des MSE ermöglicht die Bestimmung der dynamischen Viskosität von Fluiden bis zu einem hydrostatischen Druck von 8000 bar. Der Prüfstand ist als Fallkörper-Viskosimeter ausgeführt. Zur Messung der Viskosität wird das Prüffluid in der Druckkammer mit dem Hochdruck beaufschlagt. In diesem Zustand fällt ein Fallkörper durch das Prüffluid und die Fallzeit wird gemessen. Aus dieser Fallzeit kann die dynamische Viskosität abgeleitet werden. Neben den einstellbaren Drücken von bis zu 8000 bar kann die Prüftemperatur im Bereich des 25 °C bis 80 °C variiert werden. Beschränkt werden die Messungen durch die Eigenschaften der Prüffluide. Diese dürfen nicht elektrisch leitend sein und müssen ein Absinken des Fallkörpers ermöglichen. Damit wird der Messbereich neben dem Maximaldruck durch das Erreichen der Verfestigung des Prüffluides begrenzt.

  Messpunkte der Hochdruck-Viskosität bis zum Erreichen der Verfestigung Urheberrecht: MSE

Die Ergebnisse der Messungen können eingesetzt werden, um das Hochdruck-Verhalten verschiedener Schmierstoffe zu vergleichen. Zudem können aus den Messungen schmierstoffabhängige Gleichungsparameter zur Beschreibung der druck- und temperaturabhängigen Viskosität abgeleitet werden.