Einlaufprozesse im Wälzlager

 

Einfluss von Einlaufprozessen und Regenerationsphasen auf den Verschleiß von Wälzlagern

  Ein vorgeschalteter Einlauf kann den Verschleiß in der Betriebsphase unterbinden Urheberrecht: MSE

Motivation

Der Betrieb von Wälzlagern im Mischreibungsgebiet erfordert den Einsatz von vor Verschleiß schützenden Additiven im Schmierstoff. Diese Additive bilden an der Werkstoffoberfläche eine tribologische Grenzschicht, die den Verschleiß im Wälzlager vollständig unterbinden kann. Diese Verschleißschutzschichten bilden sich entweder im Betrieb oder können durch Einlaufvorgänge gezielt aufgebaut werden. Unter geeigneten Bedingungen können sich diese Schichten innerhalb weniger Minuten bilden und entfalten unmittelbar ihre Schutzwirkung. Selbst unter sehr hohen Grenzreibungsbeanspruchungen werden die Schichten nicht abgetragen und gewährleisten damit den Verschleißschutz. Die exakte Vorhersage der Schichtbildung ist nach dem derzeitigen Stand des Wissens nur bedingt möglich.

 

Forschungsziele

Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer Einlaufprozedur zur Reduktion von Verschleiß im Wälzlager und somit zur Verlängerung der Lebensdauer. Diese Einlaufprozedur soll in möglichst kurzer Zeit einen möglichst hohen Verschleißschutz für die nachfolgenden Betriebsphasen gewährleisten. Darüber hinaus soll der Einfluss von Regenerationsphasen untersucht werden. Die Versuche werden anwendungsnah im Wälzlagerschmierstoff-Prüfgerät FE8 durchgeführt. Die vorliegenden Grenzschichten werden im Hinblick auf ihre chemischen, physikalischen und strukturellen Eigenschaften untersucht.
Die Zusammenhänge zwischen Einlauf- beziehungsweise Betriebsparametern und der Schichtbildung hinsichtlich Struktur, Zusammensetzung und Dicke sind aufzuzeigen. Die Untersuchungen werden mit ZDDP-additivierten Schmierstoffen durchgeführt, da sie in der Praxis häufig zum Einsatz kommen.

  DFG Logo Urheberrecht: DFG

Gefördert durch

Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1551 „Ressourceneffiziente Konstruktionselemente“